Abteilung Nahrung

Kollegium der Abteilung Nahrung

Die Abteilung Nahrung hatte innerhalb der Beruflichen Schule schon immer einen besonderen Stellenwert:

Für die Auszubildenden in den Nahrungsberufen ist sie die einzige Berufsschule im Ortenaukreis. So wurden hier für diese Berufe in den vergangenen Jahren Werkstätten eingerichtet, deren moderne und großzügige Ausstattung als beispielhaft gilt.

Gemessen an der Zahl ihrer Schüler ist sie die größte Abteilung der Beruflichen Schule Kehl. Bei Schulfesten, bei Besprechungen und wenn Gäste unsere Schule besuchen, sind die Produkte aus den Werkstätten der Abteilung stets willkommen.

Neben dem regulären Unterricht werden die Fachräume noch für zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen genutzt. Auch Zwischen- und Gesellenprüfungen und des öfteren Berufswettbewerbe der Handwerksjugend finden in unseren Werkstätten statt. So ist es nicht verwunderlich, wenn manche Ausbilder die Beruflichen Schule Kehl als Nahrungsmittelschule oder als Nahrungsmittelzentrum bezeichnen.

Es werden folgende Berufsgruppen unterrichtet:

I. die Ausbildungsberufe des Nahrungsmittelhandwerks

Bäcker

Konditoren

Fleischer

Fachverkäufer/-innen (Bäckerei/Konditorei/Fleischerei)

sowie eine einjährige Berufsfachschule Nahrung ( I BFHE) für Bäcker, Konditoren und Verkäuferinnen.

II. die Ausbildungsberufe im Hotel- und Gaststättengewerbe im 1. Lehrjahr

Koch/Köchin

Hotelfachfrau/mann

Restaurantfachfrau/mann

Fachkraft für Systemgastronomie

Die Erziehungs- und Bildungsziele der beruflichen Schulen sind im Schulgesetz von Baden-Württemberg formuliert und decken sich mit den Forderungen der Wirtschaft: Neben der Vermittlung von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten werden auch überfachliche Qualifikationen gefordert, z. B.: Erziehung zur Selbständigkeit im Denken und Handeln, zur Bereitschaft,Verantwortung zu übernehmen sowie zur Fähigkeit, mit anderen kooperativ zusammenzuarbeiten. Neben der reinen Wissensvermittlung erhalten diese Schlüsselqualifikationen einen immer größeren Stellenwert im Unterricht.

Mehr Selbständigkeit beim Lernen wirkt motivierend: Schule macht wieder mehr Spaß!

Zu den Unterrichtsfächern:

Wie alle anderen Ausbildungsberufe erhalten die Berufsschüler der Abteilung Ernährung und Hauswirtschaft Unterricht in Religion, Deutsch, Gemeinschaftskunde und Wirtschaftskunde. Berufsspezifisch ist der Unterricht in Technologie, Dekorativem Gestalten/Gestaltung, Technischer Mathematik und der Unterricht in den Werkstätten (Technologiepraktikum). Seit mehreren Jahren stehen auch Computerunterricht (Grundkenntnisse und Anwendung von berufsspezifischen Programmen) und Sportunterricht auf dem Stundenplan unserer Schüler. Seit dem Schuljahr 1990/ 1991 läuft ein besonderes Programm zur Förderung von Auszubildenden mit Lernschwierigkeiten. Dieser Stützunterricht wird in Zukunft noch verstärkt angeboten werden müssen. Er ist für die betroffenen Schüler/-innen eine wichtige und hilfreiche Maßnahme. Im Zuge des europäischen Einigungsprozesses werden Sprachkenntnisse immer wichtiger. Deshalb werden seit 1992/ 1993 Arbeitsgemeinschaften in Französisch und in Englisch angeboten.

 

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Feinkostsalate als Projekt

Auszubildende im Ausbildungsberuf „Fleischereifachverkäuferin“ im zweiten Ausbildungsjahr präsentieren in der Aula der Abteilung Nahrung in den BSK eine große Auswahl an Feinkostsalaten und verkaufen diese Kreationen an das Schulpublikum in einer großen Pause

Aktion Feinkostsalate in den Beruflichen Schulen Kehl (BSK)
Wie es an einem Sommertag  des Jahres 2007 dem  Schulpublikum der BSK möglich wird Salate zu verkosten, hergestellt in der Abteilung Nahrung.
Dass in den BSK in den Abteilungen Nahrung, Hauswirtschaft, Technik und Wirtschaft sich Theorie und Praxis trefflich ergänzen, ganz im Sinne des Dualen Systems der Berufsschule, zeigte sich einmal mehr im Ausbildungsberuf Fleischereifachverkäuferin. Am Ende des letzten Unterrichtsblockes im Schuljahr 2006/2007 präsentierten unter der Leitung von Alwin Rothenberger (Fachpraxis) und Rudolf Kaufmann (Theorie) die Verkäuferinnen der Fachrichtung „Fleischerei“ aus dem zweiten Ausbildungsjahr in der ersten großen Schulpause verschiedene Salate. Unter sechs verschiedenen Feinkostsalaten durfte ausgewählt  und beurteilt werden.
Die Palette reichte vom Straßburger Wurstsalat über Griechischen Salat mit Schafskäse, Karotten-Kraut-Salat, Fleischsalat, Nudelsalat mit Schinken bis hin zum Geflügelsalat mit Ananas und Kirschen, wobei kleine, frische Vollkornbrötchen den Genuß aromatisch abrundeten. Die „Verkoster“ der Salate, Lehrer und Schüler der BSK durften Aussehen und Geschmack und besonders die Qualität der verwendeten Marinaden und Gewürze bis hin zum Fleischanteil auf einem kleinen Fragebogen beurteilen und den Auszubildenden zurückmelden.
War die Herstellung von Feinkostsalaten in den vergangenen Jahren schon immer fester Bestandteil des Lehrplans in diesem Ausbildungsberuf, so sei es in diesem Schuljahr mit Hilfe der Präsentation „ein Projekt geworden, das der Forderung nach Ausbildung in Lernfeldern“ – eine neue Unterrichtsform in fast allen Ausbildungsberufen – gerecht werde, so die Beurteilung von Alwin Rothenberger. Und stolz fügte er hinzu, dass mit dieser Form der Verkaufspräsentation auch „die Eigenverantwortung und die Mitgestaltung des Unterrichts“ durch die Auszubildenden gesteigert worden sei.

Lehrer und Schüler haben die käufliche Auswahl unter sechs verschiedenen Feinkostsalaten an der Verkaufstheke. Der stellvertretende Schulleiter Michael Frank wird bedient von einer Auszubildenden, Berufsbild „Fleischereifachverkäuferin“, Abteilung Nahrung - BSK.

Am Ende der großen Pause waren die Fleischereiverkäuferinnen sichtbar zufrieden, dass ihre köstlichen Produkte nicht nur an das Schulpublikum verkauft werden konnten, sondern auch über die positive Resonanz dieser erstmaligen Form eines projektbezogenen Lernfeldunterrichtes in ihrem Berufsbild.
Und mit dieser Aktion wurde erneut einer der fünf Leitsätze aus dem Leitbild der Schule umgesetzt: „Unsere Schüler erfahren in den BSK die notwendige Förderung, die sie zur beruflichen Qualifizierung befähigen soll.